
Aachen.
Uniklinikum such Probandinnen für Studie über soziale Ängstlichkeit
Als Probandinnen für das Forschungsprojekt der Klink für Psychiatrie und Psychoteraphie des Uniklinikums werden Frauen im Alter zwischen 18 und 45 Jahren gesucht, die sich als sozial ängstlich empfinden, aber keine Psychopharmake einnehmen.
In einer Testreihe soll erprobt werden, ob solche Angstphänomene durch eine Gabe des Hormons Osytocin gemildert werden können. Die Probandinnen erhalten eine Aufwandsentschädigung von 50 Euro. Das Mittel hat, versichern die Forscher, kaum Nebenwirkungen.
Als soziale Ängstlichkeit umschreibt die Psychologin Sarah Groppe, die die Untersuchungen macht, typischwerweise: Ständig Angst zu haben, dass man sich blamiert, etwas Falsches sagt, beobachtet und kritisch bewertet wird, deshalb Stiuationen mit fremden Menschen meidet, sich übervorsichtig ausdrückt oder stundenlang nachgrübelt, ob man in einer Situation was falsch gemacht hat.
Der Test besteht darin, dass den Probandinnen im Kernspin Bilder von Emotionen gezeigt werden. Gemessern wird dann, wie das zuständige Areal im Hirn reagiert, je nachdem, ob vorher Oxytocin oder ein Placebo gegeben werden.
Bedingungen zur Teilnahme an dieser Forsching sind: Die Frauen müssen heterosexuell und, von ihren Ängsten abgesehen, "ansonsten gesund" sein, jedenfalls in dem Sinne, dass sie keine Medikamente einnehmen, auch nicht hormonell behandelt werden. Und sie dürfen nicht schwanger (gewesen) sein. Weil die Verhaltens-Tests in der Röhre eines Kernspins gemacht werden, dürfen die Probandinnen nicht klaustrophobisch sein, kein Metall am Körper haben und nicht tätowiert sein (weil Tatoos möglicherweise metallhaltig sind).
Garantiert wird, dass alle Daten anonymisiert werden, die Namen der Probandinnen "tauchen nirgends auf". Wer Interesse hat, kann sich informieren unter:
sozialstudie@ukaachen.de oder 0241 / 803 71 51
Quelle: Aachener Zeitung (21.07.2010)